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Rollstuhltransport

Erst den Rollstuhl verstehen. Dann das Fahrzeug auswählen.

Dieser Leitfaden hilft Fahrgästen, Angehörigen, Einrichtungen und Fahrpartnern, die wichtigsten Unterschiede früh zu erkennen. Er ersetzt keine individuelle Prüfung – er macht sie besser.

Originalbilder von RolliBee

Worauf es beim Einstieg wirklich ankommt.

Auf der Rampe zählt nicht nur die Sitzbreite. Entscheidend sind die tatsächlichen Außenmaße des Rollstuhls und alles, was nach hinten herausragt.

Rollstuhl auf einer ausgeklappten Fahrzeugrampe
Die ausgeklappte Rampe: Der gesamte Rollstuhl muss zum Einstieg und zum nutzbaren Platz im Fahrzeug passen.
Nahaufnahme eines Rollstuhlrads neben dem Rand der Fahrzeugrampe
Schon am Rad wird sichtbar, wie knapp der Platz seitlich werden kann. Deshalb immer außen messen.
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Aktiv-, Falt- und Leichtgewichtrollstuhl

Diese Rollstühle wirken oft kompakt. Große Greifreifen, schräg stehende Räder, Fußbügel, Antikipprollen oder Taschen können die tatsächlichen Außenmaße jedoch vergrößern.

Für die Anfrage wichtig

Gesamtbreite außen, Länge mit Fußstützen, feste Anbauten und gewünschte Transportposition.

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Standardrollstuhl

Auch beim klassischen manuellen Rollstuhl zählt nicht die Bezeichnung, sondern das konkrete Modell. Sitzbreite, Greifreifen, Armlehnen und Fußstützen bestimmen den Platzbedarf.

Für die Anfrage wichtig

Außenbreite messen und mitteilen, ob Fußstützen abnehmbar sind oder während der Fahrt benötigt werden.

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Elektrorollstuhl

Antrieb, Batterien und stabile Bauweise erhöhen meist Gewicht und Länge. Bodenfreiheit und das Verhalten auf Rampe oder Lift spielen beim Einstieg ebenfalls eine Rolle.

Für die Anfrage wichtig

Modell, Gesamtmaße, Gesamtgewicht mit Fahrgast sowie besondere Bedien- oder Abschalthinweise.

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Pflege- und Multifunktionsrollstuhl

Kopfstützen, lange Beinstützen, Seitenpelotten sowie Kantel- oder Liegefunktionen können viel Höhe und Länge beanspruchen. Die notwendige Sitzposition muss während der gesamten Fahrt möglich sein.

Für die Anfrage wichtig

Aufrechte und benötigte Transportposition, maximale Länge und Höhe, Kopf- und Beinstützen sowie Begleitbedarf.

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Rollstuhl mit Schiebehilfe oder Zusatzantrieb

Ein nachgerüsteter Antrieb verändert Maße, Gewicht und manchmal die Möglichkeiten zum Rangieren. Er darf beim Fahrzeugabgleich nicht vergessen werden.

Für die Anfrage wichtig

Art und Position der Schiebehilfe, zusätzliche Länge, Gesamtgewicht und sichere Bedienung beim Einstieg.

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Elektromobil

Elektromobile unterscheiden sich technisch und beim Einstieg deutlich von Rollstühlen. Deshalb werden sie als eigene Mobilitätshilfe geprüft.

Für die Anfrage wichtig

Gesamtlänge, Breite, Gewicht, Sitzposition und Möglichkeit zum sicheren Ein- und Ausstieg.

Nicht die Sitzbreite

Gemessen wird immer die äußerste Stelle.

Als Orientierung für die Anfrage gilt eine maximale Rollstuhl-Außenbreite von 76 cm. Maßgeblich sind Greifreifen, Antrieb und alle anderen seitlichen Bauteile – nicht die Sitzbreite. Bei der Länge gehören Fußstützen, Anbauten und die tatsächlich benötigte Sitzposition dazu. Bei der Höhe werden Fahrgast, Kopfstütze und Kantelung berücksichtigt.

  1. 1. BreiteAußenkante bis Außenkante
  2. 2. LängeHinten bis zum vordersten Bauteil
  3. 3. HöheIn der notwendigen Transportposition
  4. 4. GewichtRollstuhl + Fahrgast + Ausstattung; Rampenfahrten maximal 350 kg

Eine Möglichkeit bei bestimmten Taxis

Mehr Platz für den Fußbereich.

Bei manchen Taxis lassen sich die Rücksitze der zweiten Reihe flach umklappen. Dadurch kann der Fußbereich eines Elektrorollstuhls oder Multifunktionsrollstuhls über die umgeklappten Sitze nach vorne reichen. Das kann zusätzlichen Platz für lange Fuß- oder Beinstützen schaffen.

Voraussetzung ist, dass die Haltegurte den Rollstuhl auch in dieser Position an den dafür geeigneten Befestigungspunkten sicher fixieren können. Ob das möglich ist, prüfen wir für den konkreten Rollstuhl und das eingesetzte Fahrzeug. Umgeklappte Sitze ersetzen keine passende Rollstuhlsicherung.

Dann bleiben nur 1 oder 2 Mitfahrerplätze.

Wie viele Plätze für Begleitpersonen verfügbar sind, hängt vom Fahrzeug und der benötigten Sitzkonfiguration ab. Bitte nennen Sie die Zahl der Mitfahrenden deshalb schon bei der Anfrage.

Was leicht vergessen wird

Anbauten brauchen Platz und müssen sicher mit.

Bitte nennen Sie besonders Schiebegriffe und Kopfstützen mit nach hinten ragenden Halterungen. Sie können verhindern, dass sich die Rampe hinter dem Rollstuhl schließen lässt – selbst wenn der Rollstuhl zunächst problemlos hineinfährt.

  • Therapietisch oder Ablage
  • Kopfstütze und lange Beinstützen
  • Kantel- oder Liegefunktion
  • Pelotten und Positionierungshilfen
  • Elektrische Schiebehilfe oder Zusatzantrieb
  • Sauerstoff, Beatmung oder andere Geräte
  • Gepäck und persönliche Hilfsmittel
  • Begleitpersonen und notwendige Sitzplätze
Unbeschnittene Rückansicht des Beispielrollstuhls im Fahrzeug: von der Kopfstütze bis zu den Rädern
Der Rollstuhl im Ganzen – von hinten. Die vollständige Aufnahme zeigt, wie Kopfstütze, Schiebegriffe, Rückenlehne und Räder zueinander stehen.
Vergrößerter Detailausschnitt der Kopfstütze mit Tiefenverstellstange und Schiebegriffen
Das entscheidende Detail: hinter der Kopfstütze. Auch die Halterung zur Tiefeneinstellung und die Schiebegriffe brauchen Platz. Sie dürfen nicht übersehen werden, wenn sich die Rampe hinter dem Rollstuhl schließen soll.
Nicht nur bis zur Rückenlehne messen.

Bitte messen Sie die Gesamtlänge bis zum äußersten Anbauteil – einschließlich nach hinten ragender Griffe und Kopfstützenhalterungen. Ein Rollstuhl kann durch den Einstieg passen und trotzdem das Schließen der Rampe verhindern.

Fahrzeugabgleich

76 cm Außenbreite als klare Orientierung.

Bei RolliBee gilt für Rampenfahrten eine Obergrenze von 350 kg Gesamtbelastung: Fahrgast, Rollstuhl und mitgeführte Ausstattung zählen zusammen. Zusätzlich muss die Rampe des konkret eingesetzten Fahrzeugs für diese Belastung zugelassen sein.

Länge, Höhe und nutzbare Innenbreite unterscheiden sich je nach Fahrzeug und Umbau. Dafür gibt es keine pauschalen Grenzwerte. Wir klären die Maße des vorgesehenen Fahrzeugs individuell und prüfen Einstieg, Sicherung, Begleitplätze sowie rückseitige Anbauten und das Schließen der Rampe. Die 76 cm und 350 kg sind noch keine automatische Fahrzusage.

Rollstuhl erfassen
→
Fahrzeug abgleichen
→
Fahrt bestätigen
Wichtig:

Dieser Leitfaden ist eine Planungshilfe. Die verbindliche Zusage erfolgt erst nach Prüfung des konkreten Rollstuhls, des vorgesehenen Fahrzeugs sowie der Ein- und Ausstiegssituation.

Nächster Schritt

Fragen zum Rollstuhl oder zum passenden Fahrzeug?

Nennen Sie uns Rollstuhltyp, Außenmaße, Gewicht, Sitzposition und besonders die Anbauten. Dieser Leitfaden ist eine Infoseite – telefonisch, per WhatsApp oder per E-Mail klären wir mit Ihnen die nächsten Schritte.